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Gemeindegebühren

Grundsteuer A Kleve 2025

Stand des Hebesatzes: 30.06.2025. Das ist der jüngste amtlich veröffentlichte Stand, nicht zwingend der heute geltende Satz — maßgeblich ist die Hebesatzsatzung der Gemeinde.

Grundsteuer A Hebesatz

374v. H.

Stufe 3 von 5 im Landesvergleich

Was für Kleve gilt

  • 2 weitere Gemeinden in Nordrhein-Westfalen erheben denselben Satz.
  • Im Kreis Kleve liegt der Durchschnitt bei 435 v. H.; Kleve liegt 61 Punkte darunter.
  • Am nächsten liegt Issum mit 393 v. H., also 19 Punkte mehr.
  • Mit 53.094 Einwohnern ist Kleve zugleich die größte der hier verglichenen Gemeinden im Kreis Kleve.
  • Zum 30.06.2025 wurde der Satz um 115 Punkte angehoben — wie bei 245 von 337 Gemeinden im Land.

Wo Kleve unter den 396 Gemeinden liegt

67 v. H.1240 v. H.
Jeder Balken fasst eine Spanne von 49 Punkten zusammen, seine Höhe ist die Zahl der Gemeinden darin. Der dunkle Balken ist Kleve — 58 % der 396 Gemeinden verlangen weniger.

Damit liegt Kleve auf Rang 232 von 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen — Rang 1 ist der niedrigste Satz. Der Vergleichswert ist der ungewichtete Durchschnitt der Gemeindesätze und damit nicht der gewogene Durchschnittshebesatz, den die Statistikämter veröffentlichen: hier geht es darum, wie eine Gemeinde unter Gemeinden steht, nicht darum, wie viel im Land insgesamt gezahlt wird.

Gegenüber dem 31.12.2024 +115 v. H. — dazwischen liegt der 1.1.2025. Seither gelten die Messbeträge der Grundsteuerreform, sodass ein veränderter Hebesatz nicht ohne Weiteres eine veränderte Steuer bedeutet.

Wo dieser Satz in Nordrhein-Westfalen steht

  1. 67 bis 261 v. H.79 Gemeinden
  2. 262 bis 309 v. H.77 Gemeinden
  3. 310 bis 374 v. H.78 Gemeinden · hier
  4. 375 bis 499 v. H.82 Gemeinden
  5. 500 bis 1240 v. H.80 Gemeinden

Fünf gleich große Gruppen nach Rang (Quintile), nicht fünf gleich breite Zahlenbereiche — sonst läge fast das ganze Land in einer Gruppe.

Im Vergleich zu Kleve

16 Gemeinden im Kreis erheben Grundsteuer A. Kleve liegt dort auf Rang 7 von 16. Der Kreisvergleich ist der nähere: Nachbargemeinden konkurrieren um dieselben Einwohner und Betriebe.

Was das für Sie bedeutet

Die Grundsteuer A zahlen Inhaberinnen und Inhaber land- und forstwirtschaftlicher Betriebe für die zum Betrieb gehörenden Flächen.

Grundsteuer A mit diesem Hebesatz berechnen

Der Grundsteuerhebesatz von 374 v. H. ist nur der eine Faktor. Der andere ist Ihr Steuermessbetrag — er steht im Bescheid des Finanzamts. Beide zusammen ergeben den Betrag, den Kleve von Ihnen erhebt.

Er steht im Messbescheid des Finanzamts, nicht im Bescheid der Gemeinde.

Sobald Sie den Messbetrag eintragen, rechnen wir ihn mit dem Hebesatz von 374 v. H. hoch.

Denselben Messbetrag in einer anderen Gemeinde gegenrechnen? Der Grundsteuer-Rechner trägt die Hebesätze aller erfassten Gemeinden und schaltet zwischen Grundsteuer A und B um.

So entsteht die Steuer

Die Grundsteuer A trifft Betriebe der Land- und Forstwirtschaft. Wie bei der Grundsteuer B setzt das Finanzamt einen Steuermessbetrag fest, den die Gemeinde mit ihrem Hebesatz multipliziert. Bemessen wird dabei der Ertragswert des Betriebs, nicht der Bodenwert eines Baugrundstücks — deshalb liegen die Hebesätze der Grundsteuer A oft deutlich neben denen der Grundsteuer B, ohne dass daraus etwas über die Höhe der Steuer folgt.

Auch diesen Hebesatz beschließt der Rat der Gemeinde in der Hebesatzsatzung; § 25 GrStG gilt gleichermaßen. Viele Gemeinden ohne nennenswerte Landwirtschaft führen ihn nur formal mit.

Häufige Fragen

Mein Hebesatz ist gestiegen — zahle ich jetzt mehr?
Nicht zwangsläufig. Seit dem 1. Januar 2025 gelten die neuen Steuermessbeträge der Grundsteuerreform, und die sind in aller Regel anders bemessen als vorher. Viele Gemeinden haben ihre Hebesätze deshalb angepasst, um insgesamt ungefähr gleich viel einzunehmen. Ob Sie mehr oder weniger zahlen, ergibt sich erst aus beidem zusammen — vergleichen Sie den Jahresbetrag im neuen Bescheid mit dem im alten, nicht die Hebesätze.
Warum ist die Grundsteuer A hier so viel höher oder niedriger als die Grundsteuer B?
Weil die beiden auf verschiedenen Bemessungsgrundlagen sitzen. Der Messbetrag eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs folgt dem Ertragswert und fällt meist erheblich kleiner aus als der eines bebauten Grundstücks; ein hoher Hebesatz kann deshalb auf eine kleine Grundlage treffen. Die beiden Sätze lassen sich nicht sinnvoll miteinander vergleichen.
Mein Grundstück ist verpachtetes Ackerland — welche Grundsteuer gilt?
Maßgeblich ist, wie das Finanzamt die Fläche bewertet hat: Gehört sie zu einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, ergeht der Messbescheid zur Grundsteuer A. Welche Art gilt, steht im Messbescheid selbst.
Der Bescheid kommt mir falsch vor. Wogegen wende ich mich?
Das hängt davon ab, was falsch ist. Gegen den Steuermessbetrag — also die Bewertung Ihres Grundstücks — richtet sich der Einspruch beim Finanzamt gegen den Messbescheid. Gegen die Anwendung des Hebesatzes richtet sich der Widerspruch gegen den Grundsteuerbescheid der Gemeinde. Der Messbescheid ist Grundlagenbescheid: Was dort feststeht, lässt sich im Verfahren gegen den Gemeindebescheid nicht mehr angreifen. Die Fristen stehen in der Rechtsbehelfsbelehrung des jeweiligen Bescheids.

Wie Kleve im Land liegt, zeigt die Übersicht Grundsteuer A in Nordrhein-Westfalen — dort stehen alle Gemeinden mit ihrem Satz, vom niedrigsten bis zum höchsten.